Bruce Springsteen kritisiert erneut die Bush - Regierung
Es ist ja nicht das erste Mal, dass Bruce Springsteen sich kritisch über die Politik der Bush - Administration äußert. Bereits 2004 hatte der “Boss” zusammen mit Stars wie R.E.M., Pearl Jam und anderen U.S. - Rockstars an der “Vote For Change Tour” teilgenommen - es war der Versuch gewesen, durch Live - Konzerte in “swing states”, also Bundesstaaten, die traditionellerweise mal konservativ und mal liberal wählen, das Ruder herumzureißen, um so eine Wiederwahl Bushs zu verhindern. Geholfen hat es nicht viel…
In der amerikanischen Talkshow “60 minutes” erklärte Springsteen vor kurzem, die U.S.A. hätten sich in den letzten sechs Jahren immer mehr von amerikanischen Idealen entfernt:
“Wir haben einen Punkt erreicht, an dem wir so daraus aus sind, uns zu schützen…” (gemeint sind die diversen “Anti - Terror - Maßnahmen” der Bush - Regierung), “dass wir bereit sind, das beste an uns dafür zu zerstören”. Auf Nachfrage des Reporters erklärt Springsteen “in den letzten sechs Jahren haben wir Dinge passieren sehen, von denen niemand jemals gedacht hätte, dass man so etwas in den Vereinigten Staaten sehen würde”. Als Beispiele nennt er Folter, das illegale Abhören von Telefonen, Wahlbehinderung und die Verweigerung von Rechtsbeistand. Diese Dinge seien “anti american”. Daraufhin äußert der Reporter, dass wohl viele Leute jetzt dieses Interview sähen und sich selbst sagen würden “Bruce Springsteen ist kein Patriot”. Darauf entgegnet Springsteen, das sei nur “the language of the day”, die Standard - Antwort an jeden, der kritisiere, was in den U.S.A. passiere und auf welchem Weg sie sich befänden. Es sei unpatriotisch, sich zurückzulehnen und Dinge einfach passieren zu lassen, die einem Land, das man liebe und das einem viel gegeben habe, großen Schaden zufügten.
Springsteen´s Statement im Original: